Saarländischer Fußballverband richtet Anlaufstellen ein

Der Saarländische Fußballverband (SFV) bietet Opfern von (sexualisierter) Gewalt- oder Diskriminierung interne und externe Hilfe an

Der weitaus überwiegende Teil der in den Vereinen engagierten Menschen übernehmen Aufgaben aus einer als vorbildlich und lobenswert anzusehenden Motivation heraus. Leider ist verbale und körperliche, auch sexualisierte Gewalt nicht gänzlich auszuschließen.

„Wir nehmen insbesondere das Thema Kinderschutz und den Schutz vor Gewalt jeglicher Art beim Saarländischen Fußballverband ernst. Wir ermöglichen Kindern das Fußballspielen und hier werden neben einer sinnvollen Freizeitgestaltung auch Werte für das soziale Miteinander vermittelt. Dabei wollen wir darauf achten, dass Gewalt jeglicher Art auf unseren Trainings- und Sportplätzen keinen Raum findet. Die Kinder sollen unsere Fußballvereine als sichere Orte erleben, frei von Übergriffen, Missbrauch von Macht und (sexualisierter) Gewalt“, so Stephan Alt, der Vizepräsident des SFV.

Alt weiter: „Es ist notwendig, dass wir uns aus der Verantwortung gegenüber allen am Fußball Beteiligten –insbesondere der Kinder- und Jugendlichen- offen mit den Themen Missbrauch und (sexueller) Gewalt auseinandersetzen.“

Der Saarländische Fußballverband hat mit der Beauftragten für kindgerechte Justiz und Opferschutz beim Ministerium der Justiz eine externe Anlaufstelle für alle Fragen um das Thema sexueller Missbrauch und Gewalt finden können. An diese Anlaufstelle können sich Kinder, Eltern aber auch Vereinsverantwortliche wenden, die Hilfe benötigen oder Vorfälle schildern möchten.

Die Beauftragte für Opferschutz, Frau Agata Schubert, ist in Ausübung ihres Amtes unabhängig und nur dem Gesetz verpflichtet. Sie kennt zahlreiche Einrichtungen und Möglichkeiten der Opferhilfe und kooperiert mit der Kinder-, Jugend- und Opferhilfe mittels einer guten Vernetzung mit Jugendämtern, Polizei, Opferschutzorganisationen oder auch mit Stellen, die Tätern Hilfe bieten.

Der Saarländische Fußballverband führt ferner intern für alle die, die einen Diskriminierungs- und Gewaltvorfall auf und neben dem Sportplatz melden wollen die bisherige Anlaufstelle unter der E-Mail: anlaufstelle@saar-fv.de fort. Diese wurde im Rahmen des DFB-Projektes „Fußball Verein(t) gegen Rassismus“ bereits vor zwei Jahren eingeführt.

In der Anlaufstelle werden alle Vorfälle gesammelt und den zuständigen SFV-Mitarbeitern vorgelegt. Situationsbedingt werden Handlungsempfehlungen ausgesprochen, Unterstützungsleistungen angeboten und ggfls. Maßnahmen zur Gewaltprävention gestartet.

Alle Meldungen und Informationen an die genannten Anlaufstellen bleiben selbstverständlich vertraulich. Informationen werden nur in Absprache und mit Zustimmung weitergeleitet.

 

Ansprechpartner:

Saarländischer Fußballverband e.V.

Herr Lucas Bidot,

Telefon: 0681 3880318

E-Mail: lucas.bidot@saar-fv.de

 

Opferschutzstelle im Ministerium der Justiz

Frau Agata Schubert, Psychologin

Telefon: 0681 501 7587

E-Mail: opferschutz@justiz.saarland.de

 

Herr Christian Schönberger, Büroleiter

Telefon: 0681 510 7587

E-Mail: c.schoenberger@justiz.saarland.de

 

Weitere wichtige Informationen:

Zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt verweisen wir auf die Internetseite des Landessportverbandes mit den dort angebotenen Hilfeleistungen.

Auf dieser Seite finden Sie sowohl saarländische aber auch bundesweit agierende Beratungsstellen.

Im November 2023 wurde das Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen im Saarland, Saarländisches Kinderschutzgesetz (SKG) vom saarländischen Landtag verabschiedet. Bereits im Mai 2023 hat das Saarland einen ersten Kinderschutzbeauftragten bestellt. Informationen hierzu und weitere Kontaktdaten von Ansprechpartnern finden Sie hier.

Kinderschutz in die Gesellschaft hineinzutragen und nachhaltig zu verankern ist und bleibt eines der großen Ziele des Saarländischen Fußballverbandes in den nächsten Jahren.

Wir benötigen die Unterstützung unserer Vereine um unsere Bemühungen gegen (sexualisierte) Gewalt zu einem Erfolg im Saarländischen Fußball werden zu lassen. Helfen Sie alle tatkräftig mit.

In einem kommenden Schritt werden wir von allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Saarländischen Fußballverband die verpflichtende Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses einholen, wie es im DOSB-Stufenmodell zur Prävention und zum Schutz vor sexualisierter Belästigung und Gewalt gefordert ist.

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