Pilotprojekt „Gemischtes Spielen“ ermöglicht seit der Saison 2026/27 den Einsatz volljähriger Spielerinnen in Herrenmannschaften
Seit Beginn der Saison 2026/27 können volljährige Spielerinnen im Saarländischen Fußballverband (SFV) regulär in Herrenmannschaften eingesetzt werden. Grundlage ist das Pilotprojekt „Gemischtes Spielen – Frauen in Herrenmannschaften“, das der SFV zur neuen Spielzeit eingeführt hat.
Mehrere saarländische Vereine nutzen die neue Möglichkeit bereits. Dazu gehören unter anderem der SV Walpershofen, der SV Altstadt, der SV Bardenbach, der SV Dirmingen, der SV Ludweiler, der TuS Ormesheim und die SG Nahe.
Der Einführung im Saarland vorausgegangen war ein Antrag des SV Altstadt beim Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes. Hintergrund ist eine seit der Saison 2022/23 bestehende Regelung des Deutschen Fußball-Bundes. Diese ermöglicht es den Landes- und Regionalverbänden, Pilotprojekte zum gemischten Spielen durchzuführen und Spielerinnen ab Vollendung des 18. Lebensjahres ein Spielrecht für Herrenmannschaften zu erteilen.
„Wir sehen bereits in den ersten Wochen der neuen Saison, dass es bei unseren Vereinen Interesse an dieser zusätzlichen Möglichkeit gibt. Mit dem Pilotprojekt schaffen wir mehr Flexibilität im Spielbetrieb und ermöglichen es volljährigen Spielerinnen, auch in Herrenmannschaften Fußball zu spielen. Dass einige Vereine diese Möglichkeit bereits nutzen, zeigt uns, dass die neue Regelung in der Praxis angenommen wird“, erklärt SFV-Präsident Lars Diedrich.
Das Spielrecht in der Frauenmannschaft bleibt von einem Einsatz in einer Herrenmannschaft unberührt. Unter den entsprechenden Voraussetzungen kann das Spielrecht für die Herrenmannschaft zudem als Zweitspielrecht erteilt werden.
Die Spielerinnen sind dabei regulärer Bestandteil der jeweiligen Herrenmannschaft und können an Meisterschaftsspielen teilnehmen. Die Mannschaften spielen regulär um Punkte und besitzen auch das normale Aufstiegsrecht.
Das Pilotprojekt wurde entsprechend den DFB-Vorgaben beim zuständigen DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball angezeigt. Die DFB-Regelung sieht für solche Pilotprojekte zunächst einen Zeitraum von bis zu 48 Monaten vor. Anschließend ist mit Zustimmung des zuständigen DFB-Ausschusses eine Verlängerung um weitere zwölf Monate möglich.
Foto: Beim SV Walpershofen kam beispielsweise Verena Wonn als Torhüterin in einer Herrenmannschaft zum Einsatz.


