Für den 1. FC Saarbrücken geht es im Finale des Sparkassen Pokals nicht nur um einen Titel, sondern auch um die erneute Qualifikation für den DFB-Pokal. Vor dem Saar Derby gegen den FC 08 Homburg (Samstag, 23. Mai 2026, 16.30 Uhr, Ludwigsparkstadion Saarbrücken: 1. FC Saarbrücken vs. FC 08 Homburg) spricht der FCS-Trainer über die Bedeutung des Endspiels, die besondere Atmosphäre im Ludwigspark und die Chancen seiner Mannschaft auf einen erfolgreichen Saisonabschluss.
Saarfußball-Magazin: Mit dem Finale gegen den FC 08 Homburg steht ein echtes Saar-Derby an. Wie groß ist die Vorfreude auf dieses Spiel?
Argirios Giannikis: Riesig groß. Es war eine lange Saison, in die in weiten Teilen weit unter den Erwartungen lief. Und dieses Finale gibt uns nach dem Erreichen des Klassenverbleibs eine weiter Möglichkeit, dieser Saison zumindest ein positives Ende zu geben.
Welchen Stellenwert hat der Sparkassen-Pokal für den 1. FC Saarbrücken?
Einen großen. Es ist die Chance auf einen Tiel und die Möglichkeit, kommende Saison DFB-Pokal zu spielen.
Der DFB-Pokal war in den vergangenen Jahren für Saarbrücken etwas Besonderes. Wie wichtig wäre die erneute Qualifikation?
Immens wichtig. Wegen des Renommees, natürlich auch aus finanzieller Sicht – aber auch, weil es im Ludwigspark schon viele legendäre Spiele in diesem Wettbewerb gab.
Wie schätzt Du den FC 08 Homburg aktuell ein? Was macht die Mannschaft gefährlich?
Das ist ein starker Gegner. Der FC spielt kompakt und aggressiv. Und kann unheimlich gut kontern. Wir müssen auf der Hut sein und eine sehr gute Leistung abrufen gegen diese Mannschaft.
Homburg geht als Titelverteidiger ins Finale. Ist das ein zusätzlicher Anreiz für Deine Mannschaft?
Anreiz? Das weiß ich nicht. Aber es ist ein weiterer Faktor, warum wir diesen Gegner sehr ernst nehmen müssen.
Wie intensiv beschäftigt man sich als Trainerteam mit der Analyse des Gegners vor einem Derby?
Wir beschäftigen uns mit jedem Gegner sehr intensiv, egal ob Derby oder nicht, egal ob Pokal oder Liga. Akribie ist da bei uns Standard.
Gibt es personell Sorgen oder kannst Du nahezu aus dem Vollen schöpfen?
Zum Saisonende hin hatten wir schon einige angeschlagene Spieler, aus dem Vollen schöpfen ist da leider nicht möglich. Aber wir sind zuversichtlich, eine gute Mannschaft aufs Feld schicken zu können.
Was hat Deine Mannschaft aus den bisherigen Pokalspielen dieser Saison gelernt?
Das man mit einem seriösen konzentrierten Auftritt ans Ziel kommt – auch gegen vermeintlich schwächere Gegner.
In einem Finale spielen oft Emotionen eine große Rolle. Wie wichtig wird die mentale Stärke sein?
Die wird auf jeden Fall auch eine Rolle spielen – aber da hat ja meine Mannschaft in den letzten Wochen schon einige Male bewiesen, dass sie mental stark sein kann.
Der Ludwigspark wird voll sein. Wie wichtig kann die Unterstützung der Fans in einem solchen Spiel werden?
Die ist immens wichtig. Es ist ja auch kein Zufall, dass wir im Ludwigspark meist bessere Ergebnisse hatten und bessere Leistungen zeigen konnten als auswärts. Die Fans sind unser absoluter Rückhalt.
Was macht Saar-Derbys aus Deiner Sicht so besonders?
Natürlich die Emotionalität, die so ein Derby mit sich bringt. Da spürt man sofort, dass es kein gewöhnliches Spiel ist.
Gibt es einen Moment in dieser Pokalsaison, bei dem Du gespürt hast: „Diese Mannschaft will den Titel unbedingt“?
Ich habe das eigentlich in jedem Spiel gespürt. Weil die Jungs immer mit absolutem Willen und Konzentration in die Partien gegangen sind.
Wenn ihr den Pokal gewinnt und in den DFB-Pokal einzieht: Welchen Wunschgegner hättest Du persönlich?
Ich bin da eher Realist statt Träumer und kann mit jedem Gegner leben. Ein Hammerlos würde natürlich viel Aufmerksamkeit bedeuten und ein Spiel, auf das viele blicken. Ein etwas machbarer Gegner erhöht dagegen die Chancen, die nächste Runde zu erreichen. Ich würde es nehmen, wie es kommt. Aber: Erst einmal sollten wir das Finale gegen Homburg spielen und gewinnen.
Und abschließend: Was würde ein Pokalsieg für den Verein und die Fans bedeuten?
Eine Menge. Ein Titel ist ein Titel. Darüber würden sich hier alle freuen. Fans, Spieler, Verantwortliche. Deshalb wollen wir diesen Pokal auch unbedingt.
Vielen Dank für das Interview!



